Change - Echo Bubbel

"Von woher soll den eine Krise kommen?"

 

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Change - Echo Bubbel

"Von woher soll denn eine Krise kommen?"

In seiner Rede vor den Vereinten Nationen im September 2009 hat Barack Obama eine bemerkenswerte Kehrtwendung, eine kategorische Distanzierung von den Hegemonialallüren seines Vorgängers vollzogen, die in ihrer Bedeutung noch nicht erkannt wurde. Die "Obama-Mania", die weltweite Begeisterung für den afro-amerikanischen Kandidaten der Demokratischen Partei, kannte schon im Sommer 2008 keine Grenzen mehr, vor allem die Begeisterung, die sich der Deutschen bemächtigt hatte, zeigte Anzeichen einer Heilserwartung, die extrem hochgeschraubt waren. Sein weltbekanntes "Change" mag vielen Leuten als grosse Voraussicht gedeutet worden sein, doch ist kaum anzunehmen, daß Barack Obama mit den "Change" den amerikanischen Aktienmarkt gemeint haben könnte. Tatsächlich vollzog sich der Wechsel von der Allgemeinheit kaum bemerkt, lange vorher, genauer im Januar 2000 als der Dow Jones Industrial Average (DJIA) am 14. des Monats sein Alltime-high erreichte.Die Hochstimmung insbesondere der späten 1990er Jahre war endgültig gebrochen mit den Ereignissen des 11. September 2001, "nine-eleven" wie es heisst, als wie eine Menetekel die Türme des World Trade Centers von Terroristen zum Einsturz gebracht wurden. Erstarrt und fassungslos blickte die ganze Welt nach Amerika, nach New York, der Herzstromkurve des Kapitalismus. Vielleicht ahnte man unbewusst, daß eine Ära, ja eine ganze Epoche ihr jähes Ende gefunden hatte und eine fundamentale Wende eingeleitet ist, die gesamte Welt betrifft. 

"The Epic Fall from Grace", wie es der EWFF (Elliott Wave Financial Forecast) vom April 2009 ausdrückte, 
zeigte sich als weltbekannte Marken wie General Electric, AIG, Lehman Brothers, Berkshire Hathaway, jawohl auch Warren Buffet musste horrente Verluste einstecken, Ford und Enron, Fanny Mae und Freddy Mac bis hin zum amerikanischen Real Estate disaster die täglichen Nachrichten beherrschten. Hierzulande erregte der Konkurs von Quelle, Fürth wohl die meiste Aufmerksamkeit. Fast täglich überschlugen sich die Horrormeldungen als der Skandal mit der Hypo Real Estate Austria, der Bayerischen Landesbank und der "Lady aus Herzogenaurach" (Schäffler) bekannt wurden.

"Abu Dhabi wird Retter für Dubai", heisst es in der Süddeutschen Zeitung vom 15.12.2009. Das ölreiche Emirat Abu Dhabi hat seinen hochverschuldeten Nachbarn überraschend mit zehn Milliarden US-Dollar in letzter Sekunde vor der Zahlungs- unfähigkeit bewahrt. Dabei ist Dubai nicht allein, die Sorgen um Island, Irland, Griechenland, Portugal, Spanien, Großbritannien und Osteuropa, die Spekulatinsblasen in China nicht zu vergessen und der milliardenschwere Rettungsschirm hierzulande beherrschen die Tagespresse.

"Wahnsinn 2.0" titelt der Spiegel Nr.48 vom 23.11.2009 und schreibt: "Mit einer excessiven Geld- und Schuldenpolitik wollten die Regierungen in aller Welt die Krise bekämpfen und haben so die Grundlage für die nächste geschaffen. 
An den Finanzmärkten hat sich schon wieder eine Spekulationsblase gebildet. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann sie platzt. Es wird wieder gezockt. Es wird wieder gefeiert. Goldman Sachs meldete  im vergangenen Quartal bei doppeltem Umsatz einen Gewinn von 3.2 Mrd. USD. Es ist fast als wäre nichts gewesen, als wäre 2007 und 2008 ein schlechter Traum gewesen. Real ist aber, daß aufgebrachte Demonstranten den Spekulanten in den Banktürmen entgegenschleuderten:"Ihr Versager, dann springt doch."

Die Geschichte ist dabei sich zu wiederholen. Wieder gibt es zuviel billiges Geld, wieder gehen zuviele Leute 
viel zu hohe Risiken ein. Aber es ist nicht nur ein Real Estate Niedergang. Gleichzeitig fallen die Aktienmärkte weltweit und wir haben einen Niedergang der Warenpreise (Commodities). Es ist das besondere an dieser Situation, daß alle diese Märkte gleichzeitig fallen. Historisch gesehen ist dieser gleichzeitige Niedergang aller Märkte zuletzt in den 1930er Jahren beobachtet worden. Ich (Felix Somary) traf Keynes in der Berliner Wohnung des Hamburger Bankiers Melchior, eines Partners von Warburg. Zwischen ihm und Professor Sering fand eben eine Aussprache über die Preisschere zwischen Landwirtschaft und Industrie statt. Sering leitete davon die Notwendigkeit des internationalen Freihandels ab, während Keynes dies bestritt. Die Heftigkeit seiner Sprache zeigte den schweren Neurotiker im Adlerschen Sinne, der nicht diskutieren kann, sondern herabsetzen muss. Keynes fragte mich, welche Haltung ich meinen Klienten empfehle: "Sich von der kommenden Krise so weit wie möglich fernzuhalten und den Markt zu meiden," antwortete ich. Keynes war entgegengesetzter Meinung.

"Es kommt keine Krise mehr in unserer Zeit", insistierte er, und er fragte mich eingehend nach meiner Beurteilung einzelner Gesellschaften. "Ich halte den Markt für sehr interessant und die Preise für niedrig", sagte Keynes. 
"Von woher soll denn eine Krise kommen?"
- "Vom Unterschied zwischen Schein und Wirklichkeit. Ich habe noch nie so schwere Unwetter heraufziehen gesehen", antwortete ich. Effektenspekulation schien ihn leidenschaftlich zu interessieren, und er wiederholte trotz meiner deutlichen Abweisung immer wieder die Frage, was man auf dem Kontinent kaufen sollte. Der Biograph von Keynes rühmte ihm seine Voraussicht der Krise nach. Ich konnte das Gegenteil deutlich genug konstatieren. 

Am 10.September 1926 hielt Somary einen Vortrag an der Universität Wien über die Zukunft der Währungen. Darin führt er aus:"Das internationale Vertrauen ist rascher, als man denken konnte, zurückgekehrt; die meisten meiner Wiener Freunde wünschen, daß man die Atempause nicht mit Kassandrarufen verdüstere. Aber soll man dann weder in unruhigen noch in ruhigen Zeiten die Gefahr erörtern dürfen, die man nur allzu deutlich heranziehen sieht? Wenn Sie mich fragen, warum ich von der nächsten Krise spreche, kaum daß die Stabilisierung eingesetzt hat, dann erwidere ich: Ich sehe, daß sich die Menschen so gebärden, als wenn wir uns mitten in einem Aufschwung befänden, während, die internationale Wirtschaftssituation ernster ist als je zuvor in der letzten Generation. Wenn ich überhaupt eine Vergleichsperiode finde, 
so würde ich noch am ehesten an die Zeit von 1825 bis 1830 in England oder an die von 1866 bis 1873 in Europa denken, aber die augenblickliche Lage scheint mir noch viel ernster." Es hat fünf Jahre später viele meiner damaligen Zuhörer tief beeindruckt, als die große Weltkrise mit dem Sturz der Österreichischen Kreditanstalt einsetzte. 

Damals stand ich mit meiner Haltung völlig isoliert da, und man nahm mir meine dringenden Alarmrufe - in den Regierungen wie in der Geschäftswelt - allseit übel. Sie verwünschten den Mann aus Zürich, der den Gläubiger- banken laut zurief, daß sie an den enormen Krediten ihr Geld verlieren würden. Von den Nationalökonomen hatte ich keine Unterstützung zu erwarten. Nur die allerwenigsten sahen die furchtbare Krise herankommen. Am 14.September 1928 wies ich an der Tagung des Vereins für Sozialpolitik in Zürich auf die hohe Spanne zwischen Leihrate und Aktienrendite hin, die ich in meiner Bankpolitik als das stärkste Krisensymptom bezeichnet hatte:

"So groß war die Spanne zwischen der Verzinsung der Spitzenwerte des Effektenmarktes und dem Effektivzins noch nie. Je niedriger die Verzinsung ist, die die Spekulanten von den Spitzenwerten der Konjunktur verlangen, desto größer die Gefahr der Krise - und die Bewegung geht in New York noch fortlaufend weiter. Ich stand mit meiner Meinung ganz allein. Es lohnt sich, in den Vereinsberichten, Vorträgen und Diskussionen dieser Tagung nachzulesen - ein Jahr vor dem Ausbruch der schwersten Krise lebte alles in breiter Beschaulichkeit, ohne einen Schimmer von Vorahnung. Und hier waren die National-ökonomen von Deutschland, Österreich und der Schweiz vereinigt.

Wir kennen die Geschichte Anfang der 1930er Jahre. Nach dem Krach am Aktienmarkt im Oktober 1929 startete der Markt eine fulminante Aufholjagd, die etwa die Hälfte der vorangegangenen Verluste wieder aufholte und sofort die Perma-Bullen wieder auf den Plan rief. Die Prosperität sei zurück, es geht wieder aufwärts, America is Back ! Im Verlaufe der nächsten zwei Jahre fiel der Dow Jones auf 40 Punkte, in Worten Vierzig. Am Hochpunkt der Superhausse notierte er im September 1929 bei 381 Punkten. Ein Fall von -90%, ein "Market-Meltdown", eine "Kernschmelze" die die Welt noch nicht geschaut hat. Die Folge waren wirtschaftlicher Niedergang, horrende Arbeitslosigkeit, weltweite Pleiten und Konkurse, das Verschwinden ganzer Wirtschaftszweige und Armut. Im Aufschwung gepriesen als "Heroes" gerieten die bekannten Ökonomen unter Beschuss. Genau wie heute.
"The current meltdown is the demise of the economic experts, if experts they ever were," schreibt Newsweek im Frühjahr 2009.

Ist das Schlimmste vorbei für den Aktienmarkt?

Jeder möchte das wissen. Die beiden Charts geben die Antwort. Die Charts sind nicht nur eine Bestätigung für die These des EWP (Elliott Wave Principle), daß sich die Geschichte wiederholt. Sie sind auch eine Bestätigung dafür, daß das Elliott Wave Principle den Mechanismus der Finanzmärkte richtig wieder gibt. Eine ganz andere Frage ist, ob der Analyst die fraktale Struktur der Wellen und deren Komponenten richtig einordnet, erkennt und entsprechend handelt. Das Wave Principle identifiziert die Richtung des dominanten Trends. Eine 5-Wellenbewegung aufwärts identifiziert den Haupttrend als aufwärts. Konträr dazu, eine 5-Wellen- bewegung abwärts bestimmt den Haupttrend als abwärts. Warum ist diese Beobachtung so wichtig? Ganz einfach, weil es einfacher ist in der Richtung des Haupttrends zu handeln und weil es der Weg des geringsten Widerstandes ist und es erklärt warum es heisst, 
"the trend is your friend."

Das Elliott Wave Principle identifiziert ebenfalls "countertrend moves", kurz: Korrekturphasen. Ein 3-Wellenmuster (pattern) ist eine Korrektur auf die vorangegangenen Impulswelle. Die Kenntnis, daß eine gegenwärtige Preis- bewegung eine Korrektur innerhalb eines größeren Aufwärts- oder Abwärtstrends darstellt, ist insbesondere für Trader von besonderer Bedeutung, weil Korrekturen eine gute Gelegenheiten bieten, ihre Positionen im Hinblick auf den Haupttrend einzurichten. R.N.Elliott beobachtete, daß Wellenformationen (Pattern, Muster) größere und kleinere Versionen bilden. Mit anderen Worten, ein klassisches Dreieck (triangle) bildet sich sowohl auf einem 5minuten Chart, einem 30-minuten Chart, einem 60-minuten Chart als auch auf einem Tageschart, Wochenchart oder Monatschart. Die Form bleibt immer die gleiche. Diese Wiederholung des immer gleichen Musters auf verschiedenen Zeitebenen bedeutet, daß die Preis- oder Kurs- aktivitäten in ihrer Natur fraktal sind, wie das Grundmuster einer kompletten Elliottstruktur zeigt. Welle (1) unterteilt sich in 5 kleinere Wellen ist aber Teil einer größeren 5-Wellen- struktur. Warum ist diese Information wichtig? Es zeigt dem Trader, daß die gegenwärtige Korrekturphase nur eine Pause ist und der Haupttrend nach der Komplettierung des Korrekturmusters seine vorherige Richtung wieder aufnimmt. Wenn zum Beispiel ein Markt in Welle 5 innerhalb einer 5-Wellenstruktur steigt und Welle 5 hat bereits drei oder vier kleinere Wellen komplettiert, weiß ein Trader, daß es nicht die Zeit ist weitere Positionen in Richtung des Haupttrends einzugehen. Im Gegenteil, die Information ist vielmehr, Gewinne mitzunehmen oder entsprechende Stops zu setzen und das Risiko zu minimieren.

Die konventionelle Technische Analyse bietet sicher viele Handelsmöglichkeiten. Das Elliott Wave Principle jedoch hilft Tradern bei der Entscheidung die höchstwahrscheinlich profitablsten Trades herauszufiltern. Das Elliott Wave Principle bietet Perspektive, den grossen Überblick wo und in welcher Position sich der Markt gerade befindet.Wer würde sich wohl in einem unbekannten Land ohne Landkarte bewegen wollen?

Das Elliott Wave Principle erkennt, daß Finanzmärkte und deshalb massen-psychologische Stimmungswechsel grundlegende Muster produzieren, die im natürlichem menschlichen Verhalten begründet sind und deshalb unabhängig von äusserlichen Nachrichten, Ereignissen oder sogenannten "Breaking News" sind. Soziale Stimmung und soziale Stimmungswechsel und deshalb kollektives Verhalten sind schlicht und einfach eine Reflektion der menschlichen Natur innerhalb einer Gesellschaft. Der einzige Weg für den Individualisten sich diesem massen- haften psychologischen Druck oder Zwang zu entziehen und unabhängig von massenpsychologischen Moden oder Einflüssen zu bleiben, ist, daß er weiß, daß sie existieren.

ELLIOTT today, Januar 2010

Quellen:
Elliott Wave Principle - Key to Stock Market Profits, (c) 1978,1981,1983,1985 and 1990 by
Robert R.Prechter, Jr. and Alfred John Frost
R.N.Elliott's Market Letters - 1938-1946, (c) 1993 by Robert R.Prechter,Jr.
The Wave Principle of Human Social Behavior and The New Science of Socionomics,
(c) 1999, Robert R.Prechter
Felix Somary, Erinnerungen eines politischen Meteorlogen, (1994 Matthes & Seitz, München)
Extraordinary Popular Delusions and The Madness of Crowds, Charles MacKay, London 1852
Peter Scholl-Latour, Die Angst des weissen Mannes, 2009
Der Spiegel
Die Welt

 

Elliott Wave Analyse & Outlook

The Essential Design  

 

 


Chart #1

Abbildung 1 zeigt Ralph Nelson Elliott's Entdeckung der strukturellen Komposition (pattern) des Aktienmarktes. Man sieht, daß jede Welle sich innerhalb der gesamten Struktur unterteilt und daß dies nach einem einfachen Gesetz geschieht: Wenn eine Welle in dieselbe Richtung zeigt wie die Welle des nächst höheren Grades, dann teilt sie sich in fünf Wellen. Wenn eine Welle in die entgegengesetzte Richtung zeigt, als die Welle des nächst höheren Grades, dann teilt sie sich in drei Wellen oder Variationen davon. (Korrekturpattern). Diese Wellen werden als Impuls- oder Korrekturwellen bezeichnet. Jede Welle hat ihren eigenen, spezifischenCharacter und ihre eigene psychologische Motivation. Je länger ein Aufwärts- bzw. Abwärtstrend andauert und je höher der Grad (degree) des Trends ist, (Minute-, Minor-, Intermediate- oder Primary wave) wird eine geometrische Expansion in der Größe des Aufwärtstrends und in der Größe der Korrekturen produziert, deren Ursache die massenpsychologische Stimmung ist, sei sie positiv oder negativ. Die Kenntnis (Wissen) um diese Vorgänge bietet dem Analysten eine einzigartige Perspektive an. Der Analyst gewinnt eine hervorragende Übersicht der Marktgeschehnisse und kann darüber hinaus auch das (zukünftige) menschliche Verhalten (social experience) auf Basis des höchstwahrscheinlichen Eintreffens voraussagen. Dieses Basispattern ist z.b. sehr klar und deutlich im DJIA von 1966-1970 und von 1974-1980 zu sehen. (siehe Chart#2)

DJIA vom Januar 5,2008

© ELLIOTT today

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Chart: futuresource.com
Chart#2

Die Abbildung 2 zeigt den Verlauf den DJIA von 1958 bis 2007.

Cycle Welle III endete am 9.Februar 1966. Das intraday high an diesem Tag notierte bei 1,001.11 Punkten. Weniger bekannt ist, daß Hamilton Bolton, der Gründer von The Bank Credit Analyst, Kanada, sechs Jahre vorher eine Preiskalkulation veröffentlichte, die ein Preisziel von 999 Punkten im DJIA ausgab. Abgesehen von diesem erstaunlichen Ergebnis meinte Bolton, daß die Wellenform auf jeden Fall Vorrang vor Preiszielen haben müsse.

Cycle Welle IV endete am 6.Dezember 1974 und die gigantische Cycle V begann hier völlig unbemerkt sowohl von den Professionals als auch vom Publikum. Der Chart zeigt sehr schön,

wie die Cycle Welle V von 1974 bis 2000 innerhalb eines Elliott'schen Trendkanals verläuft und wie sich die Wellengrade unterteilen. Am 14.Januar 2000 komplettierte der DJIA 5 Minor-, 5 Intermediate- und 5 Primarywellen, nur um die größeren Wellen zu nennen. Der Markt hatte gleichzeitig den oberen parallelen Trendkanal erreicht und ist sogar darüberhinaus gestiegen. Dieses "Überschiessen" oder "overthrow" ist im Gegensatz zur allgemeinen Meinung nicht bullish - im Gegenteil - es ist extrem bearish zu bewerten. Das hat der Markt auch bewiesen, in dem er erst einmal um 33% fiel. Dieser "overthrow" ist klassisches Elliott Wave Principle wie aus dem Lehrbuch. Abgesehen davon, daß viele Analysten dem EWP ablehnend gegenüberstehen, ist es eine objektive Studie des Marktes, oder, wie Collins es sagte, "eine disziplinierte Form der Technischen Analyse."

 

Börsenguru Ken Fisher
„Die Krise ist ausgestanden“

Stabile Banken, solide Wirtschaft, starke Lagerbestände – Ken Fisher, Chef einer Investmentfirma und einer der 400 reichsten Amerikaner, sieht das Ende der Finanzkrise. 
focus de., Sept 16,2009

 

DJIA vom April 22,2009

© ELLIOTT today

"Von woher soll den eine Krise kommen?"

Chart: futuresource.com

Chart #3

Der Chart#3 zeigt den Verlauf des DJIA vom Oktober 2007 bis März 2009. In diesem Zeitraum fiel der DJIA um -54,33 % oder -7,696 Punkte. Dieser Kursverfall entspricht der Strecke vom DJIA Tief von 1974 bis zum Hoch von 1998, also einer Zeitspanne von 24 Jahren. Der Niedergang dauerte 17 Monate und rein spekulativ, eine Fibonacci 0.618 Zeitproportion zu diesem Niedergang würde bedeuten, daß die "Erholung" der folgenden Korrekturwelle ca. 10 Monate andauern könnte. Das bedeutet, daß der DJIA im Januar 2010 diese Gegenbewegung abschliessen könnte.

 

Outlook 2010

S&P 500 Index

© ELLIOTT today, October 31, 2009

 

 

Chart: futuresource.com

Outlook

Mit grosser Wahrscheinlichkeit hat der DJIA die Korrekturformation in Primary Welle 2 am 19.Januar 2010 beendet. Das bedeutet, daß der DJIA in Primary Welle 3 die nächste Welle nach unten bereits begonnen hat. Dritte Wellen sind gemäß dem EWP die stärksten Wellen in einer 5-Wellenstruktur und niemals die kürzesten. Der "reale Crash" steht also noch bevor.Money-Manager waren im Januar 2010 extrem bullish eingestellt und die Cash to Asset Ratio der Mutual Funds zeigte eine Cashposition von 3.6%. Siesind also nahezu voll investiert.Diese Ratio ist etwa gleich der Ratio vom Top von 2007 und niedriger als die vom Top von 2000. Damals war diese Ratio 4%.

 

 

 

Chart: futuresource.com

 

Ökonomen verbreiten Optimismus 
Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal abgestürzt - doch nun soll sich die Lage stabilisieren. Ökonomen sehen positive Signale, ab dem Sommer könnte es beim Wachstum eine schwarze Null geben. Ein echter Aufschwung ist aber noch lange nicht in Sicht. Spiegel online de., May 15,2009


US-Investor Soros ruft Ende der Krise aus

Der US-Banker sieht Licht am Ende des Tunnels: Das Schlimmste sei überstanden, die Weltwirtschaft auf einem guten Weg. Schlechte Noten gibt's jedoch für die deutschen Bemühungen, die Konjunktur wieder anzukurbeln. FTD de, May 11,2009

 

Ökonomen sehen Ende des Abschwungs
Export, Industrie, Börse: Die Zeichen für ein Ende des Absturzes mehren sich, die Bodenbildung der Krisenkurve scheint erreicht. Aber heißt das wirklich, dass sich die Konjunktur erholt? Ökonomen fürchten eine lange L-Rezession - ein Dümpeln der Wirtschaft auf niedrigem Niveau. Spiegel de., May 8,2009

 

Market Dispatches 1/2/2009
Stocks rise despite weak dato
The first economic report of 2009 shows the worst manufacturing reading in 28 years. Russia and the Ukraine say a natural gas dispute won't cause shortages in Europe. Time Warner Cable customers can view Viacom channels after a dispute is settled.

 

Contact
e-mail: khl618@yahoo.com

 

 


 

Eine Studie in Socionomics

Die "Neue Ökonomie"

(c) Elliott-today, July 2000


Im Juli 1932 vollended im Städtchen New Haven im US-Bundesstaat Connecticut der damals berühmteste Ökonom der Welt, Prof. Irving Fisher, sein Buch "Booms and Depressions", dem er den Untertitel "Some First Principles" gab. Der Untertitel erklärt sich aus der Tatsache, dass Fisher, wie seine Fachkollegen von der bis dahin schwersten Wirtschaftskrise der Neuzeit kalt erwischt worden war. Noch 1929 hatte der gleiche Fisher angesichts der Hausse am New Yorker Aktienmarkt erklärt, jetzt beginne ein "neues Zeitalter der Prosperität" und die Kurse werden für immer "auf hohem Niveau" verbleiben. Tatsächlich waren die Kurse kurz darauf auf einen Bruchteil ihrer früheren Höhen gekracht. Ähnlich kommentierte der bekannte englische Ökonom John Maynard Keynes: "Es kommt keine Krise mehr in unserer Zeit", nachdem der Bankier
Felix Somary warnte, sich von der kommenden Krise so weit wie möglich fernzuhalten und den Markt zu meiden.

"Ich halte den Markt für sehr interessant und die Preise für niedrig", sagte Keynes. "Von woher soll den eine Krise kommen?" Felix Somary antwortete: "Vom Unterschied zwischen Schein und Wirklichkeit. Ich habe noch nie so schwere Gewitter heraufziehen sehen."

"Effektenspekulationen schien Keynes leidenschaftlich zu interessieren und er wiederholte trotz meiner deutlichen Abweisung immer wieder die Frage, was man auf dem Kontinent kaufen sollte. Der Biograph von Keynes rühmte ihm seine Voraussicht der Krise nach. Ich konnte das Gegenteil deutlich konstatieren. Ich wurde in diesen Tagen mit Vorwürfen überhäuft, dass sich durch meine düsteren Prophezeiungen das Unheil beschleunigt und selbst mein lieber Freund Bachmann, der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, riet mir wohlwollend, meine Prognosen nicht so laut auszusprechen. Ich war anderer Ansicht. Von den Nationalökonomen hatte ich keine Unterstützung zu erwarten. Nur die allerwenigsten sahen die furchtbare Krise kommen. In den dreissiger Jahren bezeichnete man Felix Somary als den "Raben von Zürich." 2) 

In ihrer Ausgabe vom 21.Februar 2000 stellt Business Week auf der Titelseite fest:
"The New Economy - It works in America. Will it Go Global?" 

Der Vergleich mit den Ausführungen von Professor Schiller heute ist frappierend. Gerd Brüggemann schreibt, "Yale Professor Schiller verdirbt den Anlegern die Stimmung und Barron's bezeichnet ihn als "Spielverderber". Edward Yardeni, der  Chefökonom der Deutschen Bank, New York rationalisiert die High-Tech Hausse, weil sich auf grund "ihrer enormen Wachstumschancen sehr wohl sehr hohe Kurs-Gewinn Verhältnisse vertreten lassen." Schliesslich bezeichnet der Autor Gerd Brüggemann Professor Schiller als "Untergangs-Prophet." Professor Schiller lässt die Argumente von der "Neuen Ökonomie" angesichts seiner empirischen Ausführungen nicht gelten.

Harvard Ökonom Greg Mankiw meint, "wenn man die Fehler der zwanziger und dreissiger Jahre anschaut, die recht amateurhaft waren, ist es schwer vorzustellbar, dass sich die Ereignisse wiederholen können. Wir verstehen den Wirtschaftszyklus besser." Tatsächlich stellt Markus Stahl in einem lesenswerten Artikel in der SZ Nr.129 fest, "damit handelt die FED (amerikanische Bundesbank) heute in ähnlicher Weise wie zwischen 1928 und 1929, als sie den Diskontsatz in vier Schritten von 3.5 auf 6 Prozent anhob." 

"Die Kurse der Technologieaktien sind zuletzt weltweit dramatisch gestiegen," sagt Bundesbankpräsident Welteke, "die Sorge, dass sich hier eine gefährliche Spekulationsblase gebildet hat, ist nicht unbegründet." Und Volker Dries von der FAZ schreibt in dem Artikel "Die Ära der grossen Investoren neigt sich dem Ende zu:" 
"Dass es hier um Übertreibungen gekommen ist, die teilweise auch Spekulationsblasen sind, wird kaum jemand bestreiten wollen."Sein Kollege, Claus Tigges dagegen, schreibt in einem Beitrag mit dem Titel " Wenn die Börsen Blasen werfen", dass "das Gerede über spekulative Blasen an der Wall Street dennoch andauert, weil sich das Kursniveau mancher Aktien mit den herkömmlichen Bewertungsmasstäben nur schwer erklären lässt."

In einem grossen, ganzseitig aufgemachen Artikel mit der Überschrift "Netzwerkeffekte und die Ökonomie der Aufmerksamkeit", schreibt der Autor Ulrich Klotz schwärmerisch: "...deshalb gehen immer mehr Unternehmen der Informationstechnologie dazu über, ihre digitalen Erzeugnisse zu verschenken - durch kostenlose Produkte lässt sich schnell eine kritische Masse an Kunden erreichen." Und weiter: "Wer allerdings diese schwindelerregenden Entwicklungen bislang als vorübergehenden Internet-Rausch oder gar als bald platzende Seifenblasen-Ökonomie (bubble economy) abtat, wurde spätestens durch die kürzliche Übernahme von Time Warner durch AOL eines besseren belehrt." Eines Besseren belehrt wurde ersteinmal Herr Klotz. Der Nasdaq, der Börsenindex der sogen. "Neuen Ökonomie" fiel, nein, er stürzte nur 14 Tage nach dem Erscheinen des Artikels annähernd 40% von seinem Hoch vom 10.März 2000, in einem "market meltdown", den die (Börsen)welt seit 1987 nicht mehr gesehen hatte.

In der Rubrik "Die Ordnung der Wirtschaft" schreibt Horst Siebert, der Präsident des Kieler Weltwirtschaftsinstitut: "Wirklich neu ist an der neuen Ökonomie gar nicht viel. Die moderne Informations- und Kommunikationstechnik , in der man eine dritte Revolution erkennen mag, senkt zwar manche Transaktionskosten und steigert die Produktivität. Doch technischer Fortschritt, Produktivitäts-
steigerung und Wirtschaftswachstum hat es immer gegeben, wenn auch nicht in der jetzigen Geschwindigkeit. Es kann daher keine Rede davon sein, dass die klassischen Fragen der Wirtschaftspolitik durch die neue Ökonomie auf einmal beantwortet seien."

Die Washington Post schreibt im Februar 2000, dass "neue Zahlen über die wirtschaftliche Entwicklung auf dramatische Art und Weise bestätigen, dass die "new economy" nicht nur wirklich existiert, sondern dass die "new economy" zeigt, was getan werden kann und was noch "erträumt" werden kann. ("what can be dreamed"). "Dreamed" ist das Schlüsselwort, weil es den euphorischen emotionalen Ton widerspiegelt, der in der Story quasi den roten Faden bildet.

Anne Crittenden, eine australische Analystin, beschreibt 1997 die weltweite Aktienmanie aus der Sicht des Psychoanalytikers C.G.Jung: "Die massenhafte Teilnahme und der blinde Glaube an den Aktienmarkt, was wir heute beobachten, ist ein erstaunliches Spektakel. Ich glaube, dass die Erklärung dieses Phänomens nur aus der Tiefenpsycholgie C.G.Jungs kommen kann. Carl Jung, ein Schweizer Psychotherapeut (1875-1961) war der Ansicht, dass das psychologische Fundament, dass wir als Menschen besitzen, uns sehr empfänglich für "psychic contagion", als ansteckend macht von dem was um uns herum geschieht. Aufgrund der heutigen elektronischen Massenmedien kann eine solche Ansteckung in kürzester Zeit eine voll entbrannte Epidemie auslösen. Wenn das geschieht, sind wir nicht mehr länger rational ansprechbare, sensible, individuell entscheidende Wesen, sondern eine
Herde." 

Wenn die "foolish idea" 3) von der neuen Ökonomie wahr wäre, hätten die 30er Jahre einen kontiniuierlichen, weitergehenden wirtschaftlichen Aufschwung erleben müssen. Joseph Schumpeter, der österreichische Ökonom, machte durch seine Arbeiten die Theorien von Wirtschaftszyklen in den Wirtschaftswissenschaften erst salonfähig. Er schrieb die 'Langen Wellen' der Konjunktur dem technischen Fortschritt zu und entwickelte die Verdrängungstheorien. 4)



1) "The New Economy - It works in America. Will it Go Global?" (Business Week, Feb 21, 2000)
2) Aus Felix Somary: Erinnerungen eines politischen Meterologen)
3) "With growing optimsm, they gave birth to a foolish idea called the 'New Economy Era'. That motion spread all over the country."
4) Austrian Business Cycle Theory: A Brief Explanation (Mises org.)






 

The forecast was first published 

 

S&P 500, daily chart,  May 2008-January 2009

January 30,2009
(posted  January 30,2009)

© ELLIOTT today, January 30,2009


Elliott Wave Analysis

The prefered wave count shown last week stood the test and must not be altered. Minute wave (ii) retraced 52.51% of the preceeding decline of Minute wave (i),  a common retracement level. Minute wave (iii) down should be more spectacular and should again surprise the media. One reason is the breaking of the former lows of November 2008. The chart displays the downmove of the S&P 500 Index and shows the details on daily bars. As you can see, not only do the waves subdivide (1,2,3,4,5) but it also travels within a parallel trend channel. Minor Waves 2 and 4 sport alternation by taking different forms, (zigzag and double three), thus satisfying the most common guideline of impulse wave formation. 

Here is the point of discussion: The herding impulse rather than the rational neocortex , drives the decisions of most financial market participants. Both the herding impulse and its attendant emotions are hard-wired nearly identically into people's unconscious minds. Whatever certain individuals may decide rationally, such decisions are diverse, and the herding impulse is ubiquitous. Thus, in the aggregate, individual rational decisions tend to cancel out, leaving herding impulses to determine the market's overall trend. The  Wave Principle describes the order and pattern of human herding. As emotions attending the herding impulse become more heightened, people's neocortexes become less effectual and so produce less independence. Ironically, then, emotional markets are more orderly than non-emotional markets because they more purely reflect the aggregate impulse to herd.People feel and therefore almost universally believe that emotional markets are disorderly, but that is only because their limbic systems at such times give off emotions that create stress, which is what makes people respond to the impulses in the first place. 

Minute wave (ii) may not be complete and could morph into a more complex pattern, as is typically for second waves. If it happens , this would not alter the implications for Minute wave (iii) down. 

 

Fibonacci

From the high of August 11, 2008 at 1313,15 - 741,02 = 572,13 or 43,57%
Low of November 21,2008 of 741,02 - 943,85 = 202,83 or 27,37%

And the ratio is  43,57% / 27,37% = 1.5918 or inverted 0.62818 which is phi = 0.618. 

Minor Wave 2 lasted 26 days, Minor wave 3 lasted 100 days and Minor wave 4 lasted 45 days. Minor wave 1 declined from August 11 to September 18 which is 37 days. Intermediate wave (2) took a timespan of 56 days (Fibonacci 55 !!). 

Fifth waves often run equality in time and price especially when the third waves extends, as it is in this case. The just started fifth wave down should fall below 741 and with respect to time may bottom between February 13, 2009 and March 2, 2009. This is NOT a forecast, it is just a possibility compared with historic data. 

 

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The Elliott Wave Principle is a detailed description of how markets behave. The description reveals that mass investor psychology swings from  
pessimism to optimism and back in a natural sequence, creating specific patterns in price movement.Each pattern has implications regarding  the 
position of the market within its overall progression , past, present and future. The purpose of this publication and its associated services is  to 
outline the progress of markets in  terms of the Elliott Wave Principle and to educate interested partiesin the successful application of the Elliott 
Wave Principle. This is probably the most comprehensive trading education on how to project high probability time & price targets based  on
 Elliott Wave pattern structure.