Die Wissenschaft
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Die Wissenschaft entdeckt das Elliott Wave Principle

Das Elliott Wave Principle ist eine detaillierte Beschreibung wie Finanzmärkte funktionieren.
Es erklärt wie die Schwingungen der Massenpsychologie in einer natürlichen Abfolge von Pessimismus zu Optimismus und umgekehrt erfolgen und somit erkennbare Muster bzw. Strukturen (Elliott Wave Pattern) bilden. Jedes "Pattern" hat spezifische psychologische
Wirkungen, wobei es darauf ankommt, in welcher Position sich im Kontext der Progression des Gesamtmarktes das Pattern befindet. Dies gilt sowohl für die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft.

"Phenomena of mass action (are) under impulsions and controls which no science 
has explored."
(Bernard Baruch)

Neue Entdeckungen auf den Feldern der Komplextheorie, Fraktal Geometrie, Biologie und Psychologie geben mehr und mehr Hinweise darauf, daß das Wave Principle eine richtige Beschreibung von Finanz- und sozialer Wirklichkeit (social reality) ist. Dieser Report gibt einen Überblick der neuesten Entdeckungen und Forschungsergebnissen. Benoit Mandelbrot, ein IBM Forscher und früherer Professor an der Harvard Universität, Yale und dem Einstein College of Medicine hat Pionierarbeit geleistet und erbrachte den Beweis daß Fraktale überall in der Natur vorkommen. Der Begriff "Natur" beinhaltet die Aktivitäten der Menschen, als Mandelbrot begann, die Preise für Baumwolle (Cotton) zu studieren und 1999 eine Studie veröffentlichte, die eine multifraktale Struktur der Finanzmärkte beinhaltete.

Dieser Auszug aus einem Artikel The New York Times zieht ein Fazit im Hinblick auf Finanzfraktale:

"Tägliche Fluctuationen des Aktienmarktes werden (von Ökonomen) einseitig behandelt, während große und bedeutende (Trend-) Wechsel die Prosperität oder Depression bringen werden mit einer anderen Ordnung der Dinge in Zusammenhang gebracht . In jedem Falle,sagt Mandelbrot, meine Meinung ist: Laßt uns die Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten, abseits der Geometrie. Was dabei herauskommt, scheint an einem zusammen- hängenden, in sich schlüssigen Verlauf zu scheitern."

Drei Physiker erforschten den Aktienmarkt im Hinblick auf log-periodische Strukturen und folgten daraus, daß R.N. Elliott's Modell des Finanzmarkt-Verhaltens ihren Forschungen entspricht. Die 1996 veröffentliche Studie im französischen Journal of Physics, "Stock Market Crashes, Vorgänge und Abbildungen" von Didier Sornette und Anders Johansen, damals noch an der Hochschule Laboratoire de Physique de la Matiere Condensee an der Universität in Nizza, Frankreich und Mitarbeiter Jean-Phililppe Bouchand. Die Autoren machten dieses Statement:

"Es ist in der Tat erstaunlich, daß die log-periodischen Strukturen, die hier dokumentiert sind, einige ähnliche Strukturen mit den "Elliott Waves", einer technischen Disziplin der Aktienmarkt- analyse aufweisen. Die Technische Analyse der Finanzmärkte kann weit gehenst definiert werden, als eine Studie die "graphs of stock prices as a function of time", also grafisch die Aktienkurse als eine Funktion der Zeit darstellt um die Daten der Vergangenheit zu analysieren und darauf Rückschlüsse und Informationen für den zukünftigen Verlauf zu bekommen. 
Die "Elliott Wave" Technik ist wahrscheinlich die berühmteste (most famous) in diesem Feld. Wir spekulieren, daß die "Elliott Wellen" eine Signatur der verborgenen kritischen Struktur des Aktienmarktes sind."
(Sornette, D., Johansen, A., und Bouchand, J.P. (1996), "Stock market crashes, precursors and replicas." Journal de Physique 1 France 6,
No.1, pp. 167-155)

Mandelbrot's Arbeit unterstützt diese Aussage. Zum Beispiel jeder Aspekt von Mandelbrot's generellem Modell, daß im Wissenschaftsmagazin Scientific American veröffentlicht wurde, unterstützt und geht konform mit Elliott's spezifischem Modell vom Verhalten des Aktienmarktes und kein Aspekt von Mandelbrot's generellem Modell konterkariert Elliott's Modell. Vorsichtig ausgedrückt kann man sagen, daß die Studien von Mandelbrot unter 
einer Anzahl anderer moderner Studien die Wahrscheinlichkeit erhöhen, daß R.N.Elliott's Fraktalmodell der Finanzmärkte richtig ist.

Elliott's Entdeckung von speziell hierarchisch aufgebauten Preismustern im Aktienmarkt ist fundamental. Wenn der Analyst das Muster (Pattern) beschreiben und richtig interpretieren kann, hat er die Essens des Objekts. Je genauer man das entstehende Muster identifizieren kann, desto besser kann man erkennen, was es letztendlich ist und danach handeln. Das erfordert allerdings ein Höchstmaß an Geduld und Ausdauer.

Abgesehen davon, entdeckte R.N. Elliott die speziellen Muster oder Preisbilder und die hierarchische Struktur der Finanzmärkte fünfzig Jahre bevor die neue Wissenschaft der Fraktale entdeckt wurde. Die Idee, daß Finanzmärkte eine spezielle Form und identische Preismuster bilden ist bis heute eine revolutionäre Entdeckung geblieben, weil viele Finanzmarktforscher und Chaostheoretiker dieser Haltung ablehnend gegenüber stehen.

Eine Studie der Psychologie in der Ökonomie ist nicht nur interessant, sondern auch höchst aufschlussreich. Eine eingehende Beschäftigung mit ihren Ausführungen würde das "abnormale" Verhalten der Märkte erklären. Im Verhalten der Menschen ist eine Tendenz zu erkennen, eine sich immer weiter steigernde emotionale Stufe (Welle) zu erreichen, die einen Höhepunkt erreicht und dann zusammenbricht. Eine starke Korrelation des Individiums und der Masse während Perioden von Boom und Depression ist von Psychiatern bestätigt. Es gibt beides, eine Periode ähnlicher Normalität. Während einer solchen Phase, agieren die manisch-Depressiven in ruhiger und prosaischer Art und Weise. Während der exaltierten Phase werden ihre mentalen Aktivitäten von Gier und Habsucht bestimmt. Wenn die Krise in der exaltierten Phase erreicht wird, beginnt eine absteigende emotionelle Phase, die in einer schweren Depression endet. Der Abwärtstrend beginnt mit einer kaum wahrnehmbaren Phase von Verlust an Vertrauen und geht über in eine Phase der Angst und endet mit einer großen Furcht vor der Zukunft. Hier komplettiert sich der Zyklus und von diesem Punkt an kann sich wieder Zuversicht, Vertrauen und ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft etablieren.

Der französische Ökonom, Pigou hat psychologische Fehler und ihren Zusammenhang mit Boomzeiten und Depressionszeiten ausführlich erklärt. Er meint, daß ein Fehler im Optimismus in der gesamten Kommune dazu tendiert, ein bestimmtes Level an psychologischer Interdependence zu erreichen bis es zu einer Krise führt. Der Punkt ist, daß diese Phänomene mit großer Regularität sowohl im Business Cycle als auch im Zyklus der manisch-depressiven Phase vorkommen. Alle Menschen, so scheint es, scheinen Subjekt dieser variierenden Stimmungen zu sein und ihnen unterworfen zu sein. Ich (Pigou) habe ein Stimmungsbarometer des massenpsychologischen Verhaltens entworfen, daß Monate vor einem Stimmungswechsel warnt. Es ist kein Preisindex, wie der DJIA, nichtsdestoweniger ist der Aktienmarkt ein guter Indikator. (Educational Bulletin Q, Psychology, April 20, 1943. Aus Ralph Nelson Elliott's Market Letters, p.182)

1955 veröffentlichte Garfield Drew sein Papier "New Methods For Profit in the Stock Market"

Er schreibt u.a.: (Das Elliott Wave Principle)...diese Hypothese scheint die Wirren der Zeit besser als anderes (better than anything) in dem weiten Feld des "long-range" Forecasting überstanden zu haben. In den Jahren 1947-1949 gab es sehr widersprüchlich Vorhersagen über den Verlauf des Aktienmarktes, aber die Basistheorie (EWP) war ganz korrekt in der Vorhersage, daß die nächste bedeutende Bewegung im DJIA nicht nur aufwärts, sondern daß der DJIA auch das vorherige Hoch von 1946 übertreffen würde. Ein anderer interessanter Punkt, den das Wave Principle vorhersagte, war seine "bullish position" im Jahre 1953. Abgesehen davon wie die kleineren Trends klassifiziert oder eingeordnet wurden, zusammengenommen ergab sich, daß der Bullmarkt nicht im Januar 1953 endete und daß der DJ Industrial Average ein neues Hoch erreichen würde, ohne sehr große Korrekturen zu durchlaufen. Natürlich, dieses Verhalten resultiert auch aus dem Fakt heraus, daß der DJIA Anfang 1954 das 300-level erreichte und das zum erstenmal seit 24 Jahren.

Schiller's (1990) Studie des Crash von 1987 ist ein gutes Beispiel für die Diskrepanz
zwischen der Meinung von Investoren und was diese in Wirklichkeit gemacht haben:
Sie haben ihre Aktien verkauft. Schiller's Forschungen ergaben, daß der meist genannte
Grund für den Verkauf der Aktien war, daß die Investoren der Ansicht waren die Aktien-
kurse wären zu hoch (overpriced) und das große institutionelle Investoren verkauft haben,
als der Markt "stop-loss" Punkte erreicht hatte. 

Diese Idee klingt verständlich und ist weitgehend mit der fundamentalen Analyse oder rationalen Handelstechniken zu vereinbaren. Schiller's Forschungen haben jedoch ergeben, daß an dem Tag des Crash, eine erstaunliche Anzahl von 43% seiner zufälligen Auswahl von institutionellen Investoren ungewöhnliche Symptome von Angst, Konzentrationsschwierigkeiten, einen erhöhten Puls, Drücken in der Brust und feuchte Hände bekamen. Im Kontrast zu den Angaben der Investoren, sie hätten mit "ruhiger Hand" und jederzeit "Herr der Lage" gehandelt, fand Schiller heraus, daß die Investoren "erhöhte Aufmerksamkeit und Gefühle" bewegt hätten und sie schließlich rein intuitiv gehandelt hätten. Mit anderen Worten: Sie haben im Kollektiv gehandelt und sind der kollektiven Panik verfallen. Schließlich ergab Schiller's Studie, daß es trotz intensiver Suche "keinen, aber auch nicht den geringsten exogenen Auslöser" für den Crash gab. Kurz: Es gab keine negativen Nachrichten oder Ereignisse zu diesem Zeitpunkt. 

Walker (1998) bestätigte, daß die Wirtschafts- und Finanzprofessoren immer noch die Gründe 
für den Crash von 1987 diskutieren, warum und aus welchen Gründen der Crash von 1987 geschehen konnte. Exogene Ursachen des sogar viel größeren und dramatischen Crash von 1929 sind bis heute nur sehr ausweichend begründet worden. Die weitverbreitesten Erklärungen dazu haben Galbraith (1954) und Kindleberger (2000) abgegeben. Beide führen den Crash auf "endogene" psychologische Faktoren zurück, wie z.b. eine "Mania". Wenn Ökonomisten nicht einmal im Nachhinein erklären können, wie solche historische Markteinbrüche geschehen konnten, sollten wir höchst vorsichtig mit den täglichen Begründungen und Rationalisierungen im Hinblick auf das Verhalten des Marktes sein. Nachrichten sind nicht nur unnötig für das Geschehen am Markt, sie sind irrelevant.


Shiller, Robert J. "Speculative Prices and Popular Models", Journal of Economic Perspectives, 4,2, Spring, (1990), pp.55-65
Walker, T. "Identifying Sell-Off Triggers is Difficult." 
Atlanta Journal-Constitution, August 6, 1998, p.F3
Galbraith, John Kenneth. The Great Crash 1929, New York, Houghton Mifflin Company, 1954 
Kindleberger, Charles P. Manias, Panics and Crashes: A History of Financial Crisi, 4th ed. New York: Basic Books, (originally published in 1978, 1978/2000) 

 

 

Abbildung 1 zeigt drei Crash's zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Märkten. 
Urteilen Sie selbst. 

 

Change - Echo Bubble

"Von woher soll denn eine Krise kommen?"

 

Mythen - Der Unsinn mit dem Handelsbilanzdefizit

 

 

und hier ist der Chart von ELLIOTT today 
vom 13.October 2007:

 

 

Wir sehen eine komplette oder fast komplette Elliott 5-Wellenstruktur, 
einen Haupt-Trendkanal und einen kleineren Parallel-Trendkanal für 
die 5. Intermmediate Welle. Beide haben die DJIA 14,000 überschritten 
und die obere parallele des  Trendkanals ist nah.

 

Example 

ELLtoday Analyse from over ONE YEAR AGO !!

S&P 500, daily chart, 
May 2008-January 2009

© ELLIOTT today, January 30,2009

Elliott Wave Analysis
The prefered wave count shown last week stood the test and must not be altered. Minute wave (ii) retraced 52.51% of the preceeding decline of Minute wave (i), 
a common retracement level. Minute wave (iii) down should be more 
spectacular and should again surprise the media. One reason is the breaking 
of the former lows of November 2008. The chart displays the downmove of the S&P 500 Index and shows the details on daily bars. As you can see, not only
do the waves subdivide (1,2,3,4,5) but it also travels within a parallel trend channel. Minor Waves 2 and 4 sport alternation by taking different forms, 
(zigzag and double three), thus satisfying the most common guideline of 
impulse wave formation. 

Here is the point of discussion: The herding impulse rather than the rational neocortex , drives the decisions of most financial market participants. 
Both the herding impulse and its attendant emotions are hard-wired nearly identically into people's unconscious minds. Whatever certain individuals may decide rationally, such decisions are diverse, and the herding impulse is ubiquitous. Thus, in the aggregate, individual rational decisions tend to 
cancel out, leaving herding impulses to determine the market's overall trend. 
The Wave Principle describes the order and pattern of human herding. As emotions attending the herding impulse become more heightened, people's neocortexes become less effectual and so produce less independence. Ironically, then, emotional markets are more orderly than non-emotional markets because they more purely reflect the aggregate impulse to herd.People feel and therefore almost universally believe that emotional markets are disorderly, but that is only because their limbic systems at such times give off emotions that create stress, which is what makes people respond  to the impulses in the first place. Minute wave (ii) may not be complete and could morph into a more complex pattern, as is typically for second waves. If it happens , this would not alter the implications for Minute wave (iii) down. 

Fibonacci
From the high of August 11, 2008 at 1313,15 - 741,02 = 572,13 or 43,57%
Low of November 21,2008 of 741,02 - 943,85 = 202,83 or 27,37%

And the ratio is 43,57% / 27,37% = 1.5918 or inverted 0.62818 which is phi = 0.618. 

Minor Wave 2 lasted 26 days, Minor wave 3 lasted 100 days and Minor wave 4 lasted 45 days. Minor wave 1 declined from August 11 to September 18 which is 37 days. Intermediate wave (2) took a timespan of 56 days (Fibonacci 55 !!). Fifth waves 
often run equality in time and price especially when the third waves extends, as it is in this case. 

The just started fifth wave down  should fall below 741 and with respect to time may bottom between February 13, 2009 and March 2, 2009. T his is NOT a forecast, it is just a possibility compared with historic data. 

© ELLIOTT today, January 30,2009

In the 1938 Alfred Hitchcock movie, The Lady Vanishes, the mistaken psychiatrist is told: 
"You must think of a fresh theory." Doctor Hartz responds: "It is not necessary. My theory was perfectly good. The facts were misleading."

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Hidden History

Wie in jeder langen Hausse erfaßte mit der Zeit grenzenloser Optimismus die Börsenspieler, aber bald auch breiteste Bevölkerungsschichten. Täglich lasen die kleinen Leute in der Zeitung von raschen Börsenerfolgen explodierenden Grundstückspreisen und neuen gigantischen Spekulationen. Und wo sogar die großen, illustren Namen der Hochfinanz und des Hochadels im Spiel waren, sollte man da zurückstehen?

So berichtete der einige Jahre später in Konkurs geratene Eisenbahnkönig Strousberg in seinen Memoiren: "Meine Dienstboten selbst, die sich mit den Jahren einige hundert Taler erspart hatten, waren trotz meiner Warnung nicht zu halten und merkwürdigerweise beteiligten sich die armen Leute fast immer an den allerfaulsten Unternehmungen. " So "merkwürdig" war das eigentlich gar nicht, denn natürlich wurde gerade für diese Projekte am lautesten Propaganda gemacht, um den Börsenlaien den Mund wässrig zu machen.

Schließlich erfaßte der Spekulationsboom die gesamte Bevölkerung und in einem Spottgedicht hieß es: 
"Es jobbert der Jude, es jobbert der Christ, es jobbern die Krämer und Schreiber, es jobbert der Gastwirt, 
der Prokurist, der Rechtsanwalt und sein Kopist, es jobbern die Kinder und Weiber."

Die berühmte "Dienstmädchen-Hausse" begann sich zu entfalten, die immer unweigerlich zum Zusammenbruch führt. Doch noch war es nicht soweit, besonders 1872 und auch noch in den ersten Monaten des Jahres 1873 hatten die Optimisten Hochkonjunktur. Allein in Preußen wurden 1872 fast 500 neue Unternehmen gegründet. Dabei war es keine Seltenheit, so wird berichtet, daß die Gründer Fabriken für ein- bis zweihunderttausend Mark kauften und darauf ein Aktienkapital von einer Million ausgaben. Solange sich immer neue Käufermassen auf diese neuen Papiere stürzten und dadurch die Kurse permanent stiegen, störte solche

Überkapitalisierung niemand. Was kam es schon auf ein paar Prozent Dividende mehr oder weniger an, 
wenn man mit halsbrecherischen Termingeschäften sein Geld in wenigen Wochen spielend verdoppeln 
oder verdreifachen konnte.?

Zudem war es durchaus nicht so, als würde die Spekulation jeglicher Grundlage entbehren, denn auch die Industrie befand sich dank des überbordenden Baubooms, der großen Staatsausgaben und des großen Optimismus in einem kräftigen Aufschwung. So stieg zum Beispiel in Deutschland von 1870 bis 1873 die Roheisenproduktion um 60 Prozent. Nur leider eilte die Spekulation auch diesen an sich sehr guten Zahlen noch meilenweit voran, das zeigte sich am deutlichsten in der Baubranche. Dank steigender Löhne und immer größerer Zahl von Arbeitern in den Städten, bestand durchaus Interesse und Bedarf an Wohnungen. Die neu gegründeten Baufirmen beeilten sich denn auch, die Beseitigung der Wohnungsnot zu ihren ureigensten Anliegen zu machen. Zudem hiess es in ihren Anzeigen und Gründungs- prospekten so, allerdings sah die Wirklichkeit ganz anders aus.

Ein Zeitgenosse berichtet:
"Hatte irgendeine Baugesellschaft an irgendeinem unzugänglichen Punkte der Umgebung Wiens einige tausend Quadratklafter Baugrund zu fabelhaften Preisen erworben, so wurde sofort eine Baugesellschaft gegründet, deren Aktionäre dieselben zu doppelten und dreifachen Preisen aufgehalst wurden."

Diese Spekulationen brachten am Ende die Mieten auf eine Höhe, daß die in Wien erscheinende "Deutsche Zeitung" monierte, die Baufirmen würden Palaste bauen "als wäre die Majorität der Wiener Bevölkerung aus der glücklichen Kaste der Millionäre." Die gleiche Zeitung berichtete auch oft und ausführlich von den Tricks der gerissenen Großspekulation, die ihre faulen Papiere auf die ahnungslosen Kleinanleger ablud. Dabei 
half die Presse kräftig mit. Natürlich konnte dieser Superboom nicht ewig so weitergehen. Die Spekulation

funktionierte schließlich nach dem Prinzip, daß jeder Käufer für sein Grundstück oder seine Aktie einen Abnehmer finden mußte, der einen noch höheren Preis zu zahlen bereit war, als man selbst bezahlt hatte. Solange das klappte, war alles wunderbar und jeder konnte sich mit dem schnell und leicht verdienten Geld
in neue gewagte Transaktionen stürzen. Irgendwann aber mußten die Preise so hoch sein, daß sie niemand mehr so leicht bezahlen konnte, dann würde ein Windstoß genügen, den ganzen spekulativen Turmbau zum Einsturz zu bringen.

Daß eine mächtige Hausse oft ganz plötzlich und ohne große Vorwarnung zusammenbricht, läßt die Zeitgenossen nach Anlässen und Gründen suchen, die den überraschenden Trendumschwung erklären sollten. Auch über das Ende des Gründerbooms gibt es eine Menge solcher Geschichten. Eine nette Anekdote dieser Art spielt in den hektischen Tagen der Wiener Börse wo sich zu dieser Zeit die Spekulationen nur so jagten. Als der Vertreter der Rothschilds im dicksten Getümmel der Makler erschien, bestürmten ihn die Börsianer mit einer Vielzahl von angeblichen totsicheren Aktientips. Schließlich wurde ihm von einem besonders wild gestikulierenden Spekulanten ein Aktienpaket für eine halbe Million Gulden angeboten. "Eine halbe Million?" fragte darauf der Agent der angesehenen Rothschilds, "soviel sind alle neugegründeten Banken zusammen nicht wert." Die Geschichter machte die Runde und verursachte einen gehörigen Kassensturz.

(Die großen Spekulationen der Geschichte, 1982)

 


Social Mood

Social mood is the engine of social action. It is always present. Social mood governs the character of social events. Neurologically, social mood is manifested via the herding impulse in the amygdala, a part of the limbic system.

Social mood waxes and wanes positively and negatively. A positive social mood is associated with a host of social phenomena, such as bull markets, bright colors, short skirts, re-election of incumbents, peace, and deregulation. A negative social mood is also associated with a host of social phenomena, such as bear markets, dark colors, falling hemlines, rejection of incumbents, discord, and regulation. 

A subtle but important point: Although social mood governs social events, it fluctuates independently of such events. In other words, wherever mood goes, events will follow. But, the events themselves have no impact on the direction of social mood; there is no feedback loop. If social mood governs social events, what governs social mood? Answer: The Wave Principle.

When we say social mood determines the character of social events, we mean is that the mood determines the general type of events that will emerge, but not the specific events themselves, nor the actions of specific individuals. Here is an example: Socionomic theory predicts that during times of negative social mood, horror movies will be popular. However, we cannot say whether or not a movie studio will green light the feature-length production of a particular horror film. Nor can we say—if the film gets made—that a specific individual will see the movie at his local cineplex. www.socionomics.net

 

Barron's online, March 8, 2010

Thomas Doyle wrote: In this momentum driven market, focusing on the market's forward earnings estimates as a source of value can be very deceptive. I think that a more important factor is to focus on where the money is going, and, clearly it is going into the more aggressively priced names that have the new holy grail, good price action.

Fed gets credit for recoveryEconomists say central bank played a key role in rescuing the U.S. economy from the financial crisis, according to the latest Wall Street Journal survey.

Marketwatch.com, March 12,2010

Summers Finds ‘Considerable Satisfaction’ in Recovery Progress

March 13 (Bloomberg) -- White House economic adviser Lawrence Summers said he finds satisfaction in the economy’s turnaround from its plunge a year ago. One has to take “considerable satisfaction in the progress that has been made,” Summers, director of President Barack Obama’s National Economic Council, said in a speech yesterday at a conference at Stanford University, near Palo Alto, California. “It was not unreasonable 15 months ago to fear a Depression- like pattern. The economy was losing more than half a million jobs a month. GDP declined as rapidly as it has in 50 years in the first quarter.”

 

...und vor einem Jahr

Börsenguru Ken Fisher
„Die Krise ist ausgestanden“

Stabile Banken, solide Wirtschaft, starke Lagerbestände – Ken Fisher, Chef einer Investmentfirma und einer der 400 reichsten Amerikaner, sieht das Ende der Finanzkrise. focus de., Sept 16,2009

US-Investor Soros ruft Ende der Krise aus
Der US-Banker sieht Licht am Ende des Tunnels: Das Schlimmste sei überstanden, die Weltwirtschaft auf einem guten Weg. Schlechte Noten gibt's jedoch für die deutschen Bemühungen, die Konjunktur wieder anzukurbeln. FTD de, May 11,2009

Ökonomen sehen Ende des Abschwungs
Export, Industrie, Börse: Die Zeichen für ein Ende des Absturzes mehren sich, die Bodenbildung der Krisenkurve scheint erreicht. Aber heißt das wirklich, dass sich die Konjunktur erholt? Ökonomen fürchten eine lange L-Rezession - ein Dümpeln der Wirtschaft auf niedrigem Niveau. Spiegel de., May 8,2009

Ökonomen verbreiten Optimismus 
Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal abgestürzt - doch nun soll sich die Lage stabilisieren. Ökonomen sehen positive Signale, ab dem Sommer könnte es beim Wachstum eine schwarze Null geben. Ein echter Aufschwung ist aber noch lange nicht in Sicht. Spiegel online de., May 15,2009


Was sagt der weltbekannte Investor George Soros:

"....gründet sich die traditionelle Wirtschafttheorie auf der Annahme absoluten Wissens und den Begriff des Gleichgewichts. Ich möchte nun die Diskussion näher an die Realität heranführen, nämlich durch die Behauptung, daß die Teilnehmer an Finanzmärkten notwendigerweise Vorurteile in ihren Entscheidungsprozessen einbringen. Das Wort Vorurteil verwende ich hier für das Urteilselement, das in den Erwartungen aller am Markt Beteiligten eingeht. Jeder Marktteilnehmer steht vor der Aufgabe, einem künftigen Ereignisverlauf einen gegenwärtigen Wert beizumessen, doch dieser Verlauf wiederum ist abhängig von den gegenwärtigen Werten, die alle Marktteilnehmer gemeinsam ihm zuschreiben. Das Vorurteil zeichnet sich dadurch aus, daß es nicht rein passiv ist: Es spiegelt nicht nur den Verlauf der Ereignisse, es beeinflußt ihn auch. Dem Konzept des Gleichgewichts, wie es die Wirtschafts-
theorie verwendet, fehlt dieses aktive Moment."

(George Soros, Die Krise des globalen Kapitalismus, 1998)

...und ein Artikel in Barron's erklärt uns:

Barron's, March 8, 2010

Happy Anniversary, Investors! U.S. stocks are poised for a strong 2010, even after a spectacular run.

TUESDAY MARKS A MAJOR ANNIVERSARY for the U.S. stock market. The Dow Jones Industrials and the Standard & Poor's 500 both bottomed on March 9, 2009, with the Dow at 6547 and the S&P at 676. No one knew when the closing bell rang that day that the market's 17-month slide finally had been arrested, but there is no doubt today. In the past 12 months the industrials have rallied 61%, to 10,566, while the S&P is up 68%, to 1138.

Although both measures are up just 1% to 2% so far this year, the market looks poised to gain a lot more ground in 2010. The S&P 500 is trading at about 15 times estimated '10 profits of $75, based on Wall Street strategists' forecasts. That's not expensive, given today's low bond yields. Besides, the profit picture could brighten as the year unfolds, as strategists often underestimate earnings. A year ago they were projecting 2010 profits of only $66.A year ago Barron's predicted the Dow Industrials wouldn't fall all the way to 5000. We were right, the selloff created one of the greatest buying opportunities in decades.Even after the past year's rally, the S&P 500 is no higher than it stood in 1998, and profits then were running at just $45. The index still is 27% below its 2007 high of 1565. Thomas Lee, the equity strategist at JPMorgan, says the current stalemate in the stock market is likely to be "resolved to the upside." He sees the S&P 500 hitting 1300 by year end, 14% above its current level. Lee's estimate is higher than the average 2010 S&P price target of 1232 forecast by the 13 strategists cited in our Streetwise column last week's issue.

Lee is more optimistic about the economy and corporate profits than many of his counterparts on Wall Street. He recently lifted his 2010 S&P profit estimate to $81 from $80, and says $81 could prove conservative if real growth in U.S. gross domestic product turns out to be 3% to 3.5% this year, above the current consensus of 2.5%. In that case, S&P profits could climb as high as $87 from last year's $63. Profits potentially could rise to $100 in 2011, topping the current record of $87, achieved in 2006. Based on an $87 estimate for 2010, the market is

selling for only 13 times expected earnings.Declining credit costs are likely to boost financial-sector earnings, adding more than $5 a share to S&P profits this year and $4 to earnings next

year. The biggest contributors to S&P profit growth in 2010 are likely to come from the financial, energy and technology sectors, and include Citigroup (ticker: C), Bank of America (BAC), ExxonMobil (XOM), Chevron (CVX), Apple (AAPL) and Intel (INTC). In hindsight, the market's March 2009 low was one of the great buying opportunities in recent decades, especially for battered financial stocks and shares of industrial companies, many of which are up five- to tenfold from their lows. Ford Motor (F), for instance, has risen to 12 from 2.

The weekend before the market bottomed, Barron's hit the newsstands with a bullish cover story ("Ouch! That Hurt," March 9, 2009), predicting that those prophesying the coming of Dow 5,000 would be proven wrong. To the contrary, stocks looked appealing based on several key measures, including the price/book ratio of the S&P 500 and the stock market's value relative to U.S. GDP. Price-to-book was nearing parity, and stood at the lowest level since the 1980s.

Olsen (1996) demonstrierte, daß sogar professionelle Money-Manager, im Kollektiv, verpassen, den Markt zu schlagen (beat the market). Sias (2004) und Welch (2000), Graham (1999) , Trueman (1994), und Scharfstein und Stein (1990) argumentieren, daß "Herdenverhalten" in Institutionen, Investment Newsletter Schreiber, Broker, Finanzanalysten und Moneymanager gang und gäbe ist. Dieses Verhalten ist im übrigen leicht zu dokumentieren: Money-Manager waren im Januar 2010 extrem bullish eingestellt und die Cash to Asset Ratio der Mutual Funds zeigte eine Cashposition von 3.6%. Sie sind also nahezu voll investiert. Diese Ratio ist etwa gleich der Ratio vom Top von 2007 und niedriger als die vom Top von 2000. Damals war diese Ratio 4%.

(The Financial/Economic Dichotomy in Social Behavioral Dynamics
The Socionomic Perspective by Robert R.Prechter Jr. and Wayne D.Parker
Originally published in The Journal of Behavioral Finance, Vol.8, No.2 )

© ELLIOTT today, März 2010

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Die Wissenschaft entdeckt das Elliott Wave Principle

 

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Eine Studie in Socionomics
Die "Neue Ökonomie"
(c) Elliott-today, July 2000

 

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The Elliott Wave Principle is a detailed description of how markets behave. The description reveals that mass investor psychology swings from  
pessimism to optimism and back in a natural sequence, creating specific patterns in price movement.Each pattern has implications regarding  the 
position of the market within its overall progression , past, present and future. The purpose of this publication and its associated services is  to 
outline the progress of markets in  terms of the Elliott Wave Principle and to educate interested partiesin the successful application of the Elliott 
Wave Principle. This is probably the most comprehensive trading education on how to project high probability time & price targets based  on
 Elliott Wave pattern structure.